Théophile-Alexandre Steinlen war ein französischer Künstler schweizerischer Herkunft, bekannt für seine Illustrationen und Grafiken im Art Nouveau Stil.
Steinlen wurde am 10. November 1859 in Lausanne geboren und kam erst 1878 nach Paris, wo er seine Karriere als technischer Zeichner begann.
Mit seinem Freund Adolphe Willette verbrachte er viele Abende im Kabarett „Le Chat Noir“, für das er bald auch die Plakate gestaltete.
Ausserdem illustrierte er den Titel deren Zeitung „Les Humoristes“.
Theophile Steinlen wohnte am Monmartre. Als leidenschaftlicher Sozialist inspirierte ihn der Alltag dort zu seinen Motiven: die Randgruppen der Gesellschaft, das Straßenleben, die schwere körperliche Arbeit in den Gipswerken des Montmartre. Steinlens Bilder zeigen eine Sammlung oft unglücklicher Existenzen, die ihr Schicksal mit resignierter Ruhe hinzunehmen scheinen. Über 2000 Zeichnungen und Illustrationen erschienen zu diesem Thema in unterschiedlichen Publikationen.
Darüber hinaus war Steinlen ein begeisterter Katzenmaler. Er stellte sie in allen Lebenslagen dar: fauchend, beobachtend, spielend - als Poster, Lithographien, Zeitungsillustrationen und Plastiken.
Seine Freundschaft mit dem Besitzer des „Le Chat Noir“, Rodolphe Salis, brachte ihn in Kontakt mit Toulouse- Lautrecs Kreisen. Steinle und Lautrec wurden zu Rivalen im Kampf um die Aufträge von Aristide Bruant und Yvette Guilbert.
Die Pariser Öffentlichkeit bevorzugte Theophile Steinlen Poster, deren Stil zwar an Lautrec erinnerte, aber realistischere Motive darstellte, mit denen sich die Poster- Zielgruppe des späten 19. Jahrhunderts besser identifizieren konnte.
Théophile-Alexandre Steinlen stellte seine Plakate 1893 im Salon des Indépendants und regelmässig im Salon des Humoristes aus.
Steinlen starb 1923 in Paris und wurde auf dem Friedhof Saint-Vincent auf dem Montmartre beigesetzt.