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Roy Lichtenstein ist einer der größten Künstler und Lehrer der Pop-Art. Wie Andy Warhol und andere Pop-Art Zeitgenossen re- produzierte Lichtenstein stereotype Bilder der Massenkultur und stellte damit die traditionelle Rolle der Kunst in Frage.
Roy Lichtenstein war ein satirischer Beobachter des Alltags.
Roy Lichtenstein kam am 27. Oktober 1923 in New York und als Sohn einer ganz normalen Mittelstandsfamilie zur Welt, die keinerlei Verbindung oder Hang zur Kunst hatte.
Er selbst verspürte jedoch schon früh einen starken Drang zu Musik und Malerei und machte seine ersten künstlerischen Schritte, indem er Jazzmusiker aus Harlem oder den Clubs der 52nd Street portraitierte.
Lichtenstein studierte an der Ohio State University Kunst auf Lehramt – dazu hatten Ihn seine Eltern überredet.
1943 rief das Militär. Lichtenstein diente 2 Jahre lang in Europa und schloss sein Studium anschließend mit einem Master of Fine Arts ab (1950).
Sein Professor Hoyt L. Sherman hinterließ mit seiner „Flash Room“ Methode einen bleibenden Eindruck bei Roy Lichtenstein. Mit dieser Technik malten die Studenten im Dunkeln aus der Erinnerng kurz zuvor angestrahlte Gegenstände oder projizierte Bilder.
Die Verbindung von Fläche und Mehrdimensionalität findet sich in vielen von Roy Lichtensteins späten Bilder.
1951 verlor Lichtenstein seine Dozentenstelle und zog dem Job seiner Frau Isabel nach Cleveland hinterher. Dort fand er eine Anstellung als technischer Zeichner und Designer von Wellblechdosen.
Roy Lichtensteins erste Ausstellungen in New York 1949/ 50 waren nur mäßig erfolgreich.
Seine berühmte Pop Art ist 1957 erstmals in seinem Bild „10 Dollar Bill“ zu erkennen. Lichtenstein bewegt er sich am Ende der 50er Jahre noch hauptsächlich auf abstrakten, expressionistischen Pfaden, die 1959 wiederholt in einer unbeachteten Ausstellung mündeten.
Erst 1961 begann er mit der Darstellung von Comic Charakteren und kommerziellen Bildern, wie „Schau mal Mickey“ oder „Mr. Bellamy“. Diese Bilder wurden sein Durchbruch und der Roy Lichtenstein Stil gleichbedeutend mit industriell gedruckten Comics.
Die erste Solo Ausstellung in New York 1962 war ein sensationeller Erfolg.
Nicht weniger sensationell war, dass Lichtenstein erstmals vom Verkauf seiner Bilder leben konnte. Sein Glück verlieh er in seinem „Masterpiece“ Ausdruck: „Why Brad Darling, this painting is a Masterpiece! My, soon you’ll have all of New York clamoring for your work!“
Kennzeichnend für seine Bilder sind die starken, schwarzen Konturen, dynamische Kompositionen, die Anwendung von wenigen Primärfarben und seine „Dots“, Punkte, aus denen sich die Farbflächen zusammensetzen.
Roy Lichtenstein starb am 29. September 1997 in Manhattan an einer Lungenentzündung.