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Pablo Picasso ist einer der berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Zunächst Vorreiter des Cubismus, entwickelte sich Picassos Stil in ebenso rasanter Geschwindigkeit, wie die Technologie zu der Zeit.
Picassos Genius wird heute mit dem von Leonardo da Vinci und Michelangelo Buonarotti gleichgesetzt; seine Kreativität, Verspieltheit Erfindungsgeist und Talent waren unerschöpflich und hatten signifikanten Einfluss auf Künstler wie Georges Braque und Henri Matisse, aber auch auf kommende Generationen wie Willem de Kooning und David Hockney.
Pablo Picasso kam am 25. Oktober in Malaga, Spanien, zur Welt. Sein Vater, Jose Ruiz war sein erster Lehrer. Als Elfjähriger begann Picasso das Studium an der La Coruna Kunstschule und präsentierte mit nur 14 Jahren sein Bild „Die erste Kommunion“, das den alten Meistern in Technik, Komposition und Farbgebung in nichts nachstand.
1904 zog Pablo Picasso nach Paris und blieb für den Rest seines Lebens in Frankreich. Er wurde schnell Teil der Pariser Kunstszene und bewegte sich in Kreisen der künstlerischen und schriftstellerischen Avantgarde.
Pablo Picassos frühen Schaffensjahre (Malerei, Drucke, Skulptur) sind in unterschiedliche Phasen unterteilt:
1901 - 1904 Blaue Periode (Melancholie, Trauer, Anspielung an El Greco, Beispiel: „Die Tragödie“ )
1905 – 1907 Rosa Periode (Schönheit, Gaukler, Harlekins, süßer Schmerz, Beispiel: „Gauklerfamilie“)
1908 – 1909 Primitive Periode (inspiriert von Pre- Romanismus, Afrikanischer und Ozeanischer Kunst, Beispiel: „Die Frauen von Avignon“)
1908 – 1912 Analytischer Kubismus (Beginn der Zusammenarbeit mit Georges Braque, Spiel mit Dimensionen und Ebenen, Beispiel: „Frau mit Gitarre“, „Tote Vögel“)
1912 – 1913 Synthetischer Kubismus (entwickelt mit Georges Braque, Malerei als Kollage, Integration von Zeitungsartikeln, Papier und Stoff, Beispiel: „Tisch mit Flasche, Weinglas und Zeitung“)
Picassos spätere Arbeiten sind weniger klar zu kategorisieren. Während des ersten Weltkrieges produzierte er neoklassizistische, figürliche und statuenhafte Bilder, in den 20er Jahren surrealistische, und in den 30er Jahren dominieren mythologische Themen (z.B. die Radierung Minotauromachie (Der Kampf des Minotaurus) von 1935).
Seine gesamte Karriere ist ein Spiel mit Komposition, Raum, Techniken, Farbe und u.a. den wiederkehrenden Motiven Stierkampf, Gitarre und Harlekin.
Während des spanischen Bürgerkrieges bekamen Picassos Bilder stark antifaschistische Züge. „Guernica“ und „Weinende Frau“ entstanden 1937 als Picassos Antwort auf den Bombenangriff auf die spanische Stadt Guernica und die schrecklichen zivilen Kriegsleiden.
Pablo Picasso durchlebte den zweiten Weltkrieg in Paris.
Er arbeite zu der Zeit verstärkt in Keramik und erforschte neue Methoden der Lithographie. Nach 1945 fuhr er häufig nach Nizza, um seinen Freund Henri Matisse zu besuchen, dessen Einfluss in dieser Schaffensperiode deutlich zu erkennen ist.
Picassos Privatleben entwickelte sich ebenso fließend- veränderlich wie seine Karriere als Künstler. Er war zwei Mal verheiratet und hatte vier Kinder mit drei verschiedenen Frauen, sowie zahlreiche Affären und Beziehungen.
Pablo Picasso starb am 8. April 1973 in Mougins in Frankreich und wurde am 18. April im Garten seines Schlosses in Vauvenargues begraben.