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Der Wiener Gustav Klimt, geboren im Jahre 1862, gilt als größter Vertreter des Jugendstils in Österreich. Der Wiener Gesellschaft gefielen vor allem seine berühmten erotischen Portraits, darunter „Freundinnen“ und „Adam und Eva“. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde jedoch Klimts Schaffenswerk vor allem in der deutschsprachigen Kritik wenig geachtet.
Erst später erkannte man seine statische Flächenhaftigkeit als richtungsweisend für die Entwicklung der modernen Kunst, wie den Kubismus oder die abstrakte Malerei.
Klimt war nie verheiratet, doch es ranken sich viele Gerüchte um mögliche Beziehungen zu seinen oftmals auch verheirateten Modellen, wie die mehrmals porträtierte Emile Flöge. Über Klimt und Flöge wurde im Jahr 2005 sogar ein Film gedreht, mit Veronica Ferres und John Malkovich in den Hauptrollen.
Klimt verbracht den Großteil seines Lebens in Österreich, wenn er auch Ausstellungen in ganz Europa hielt, unter anderem in München, Prag, Dresden und Rom.
Von 1900 bis 1916 war Gustav Klimt vorwiegend am Attersee, wo der größte Teil seiner Landschaftsgemälde entstand, darunter mehrere Gemälde des „Schloss Kammer am Attersee“.
Klimt starb 1918 in Wien. Heute zählen Klimts Bilder zu den teuersten der Welt und Kunstdrucke seiner Werke erfreuen sich weltweit großer Popularität.