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Franz Moritz Wilhelm Marc wurde am 8. Februar 1880 in der Schillerstr. 18 in München geboren.
Er ist einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts und nicht nur Mitbegründer des deutschen Expressionismus, sondern auch des „Blauen Reiters“, einer Gruppe Künstler um ihn selbst und Kandinsky, deren Ziel die Befreiung der Kunst von akademischen und traditionellen Statuten war.
Franz Marcs persönlicher Stil ist die symbolische Anwendung starker Farben.
Franz Marc entschied sich nach abgeschlossenem Abitur und Militärdienst im Jahr 1900 für ein Studium an der Münchener Kunstakademie. 1903 reiste er mit einem Studienfreund nach Frankreich. Besonders Paris, wo er studierte, malte und andere Künstler traf, hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Marc empfand den akademischen Kunstunterricht zunehmend als Enttäuschung, verließ die Münchener Kunstakademie und begann in einem eigenen Atelier zu malen.
Während seiner Besuche in Paris bekam er engen Kontakt mit van Goghs und Gaugins Gemälde und lernte von deren intensiver Farbanwendung. Marc begann, Farbe expressiv und symbolisch einzusetzen: für ihn stand Blau für das Männliche, Gelb für Weibliches und Rot für Materie.
Außerdem arbeitete er mit Tiermotiven, die für ihn Reinheit, Ursprünglichkeit und das Leben in Balance mit der Natur bedeuteten.
1910 lernte Franz Marc August Macke kennen und begann sich außerdem mit Paul Gaugin (geistige Elemente), Kandinsky (Farben als seelische Zustände) und Paul Cézanne (Studium der Struktur der Dinge) zu beschäftigen.
Im Januar 1911 entstand sein Meisterwerk „Rote Pferde“. „Du musst Deine Komposition nicht von Gegenständen herleiten, sondern von Farben, Flecken, festen Formen und Linien (...). Das ist der ganze Witz“, schrieb er seiner Frau Maria.
Franz Marcs kurzes Leben endete am 4. März 1916, als er bei Verdun von zwei Granatsplittern getroffen wurde.
1917 wurde sein Leichnam nach Kochel am See überführt und dort beerdigt.
1936/37 beschlagnahmten die Nationalsozialisten 130 seiner Gemälde als „entartete Kunst“. Teile der Sammlung wurden vernichtet, andere ins Ausland verkauft. Das Bild „Turm der blauen Pferde“ soll sich in Herrmann Görings Besitz befunden haben und ist seit Kriegsende verschollen.